...willkommen in der Höhle

Eventkalender

21. European Bike Week

Bericht von der 21. European Bike Week, am Faaker See vom 04. - 09. September 2018

Abfahrt am Sonntag, dem 25. August, um 22.20 Uhr, Vollmond, nachdem am Vortag alles Notwendige an Bekleidung, fußend auf den Erfahrungen bzgl. der stets wechselnden Witterungsverhältnisse, für den Aufenthalt auf der EBW in den Antara, bzw. die Roadkingclassic in den Excalibur, verladen wurde und raus auf die BAB A 3.

Unterwegs sorgten, wie häufig, die bekannten Baustellen Radersacker, Bereich Würzburg, als auch um München für ein „unrundes Fahrvergnügen“ gepaart mit einem sich stets veränderten Regen; also alles wie in den letzten Jahren.  

Nicht ganz, da Petrus für uns auf der Tauernautobahn, kurz vor dem gleichnamigen Tunnel, noch eine besondere Überraschung reserviert hatte. (siehe Bilder). Richtig, Schneefall, 1 ° Grad kalt oder warm  und der Antara schaltete erstmalig mit Sommerreifen automatisch auf 4x4 Antrieb.

Später ließ diese Wetterkapriole nach und der Schnee ging wieder in Regen über.

Bei der Ankunft in unserer Unterkunft in Egg, passend zu einem verspäteten Frühstück bei unserer Gastfamilie, selbstverständlich Regen, also ausladen im Regen und nach einer kurzen Regenerationsphase, ab nach Arneitz bzw. zum Anderwald, die anderen zahlreichen Frühstarter bei einem „Ankunftsbier“ begrüßen.

Der Trend einer frühzeitigen Anreise setzt sich immer weiter fort, wobei auch verschiedene Teilnehmer, (auch in unserer Unterkunft) bereits am Donnerstag bzw. Freitag, die EBW wieder verlassen.

Montags trocken, Sonnenschein, also nach einem Kontrollanruf bzgl. schneeloser Fahrbahn, rauf auf die Nockalm Hochalpenstraße. Unterwegs begegneten uns noch sehr schöne Oldtimer. (vgl. Bilder) Die Fahrbahn und die Rastplätze waren geschoben, demnach kein Salz, rechts und links überall noch Schnee und etwas nach unten temperiert! War aber trotzdem eine tolle Tour, auch bzgl. der Eindrücke „Kuhherden“ im Schnee (vgl. Bilder).

Am Dienstag stand die Großglockner Hochalpenstraße auf dem Programm, aber obwohl wir am frühen Morgen, nach rund 230 km Anfahrt, entlang der Kreuzeck- bzw. Reißeckberge, dort angekommen sind, war schon ein reger Fahrbetrieb vorhanden. Die Radfahrer, jetzt auch mit E-Bike, als auch eine schier unglaubliche Anzahl von ausländischen Ausflugsbussen, mit Nummernschildern die wir nicht zuordnen konnten, versuchten in Verbindung mit den verkehrenden Linien Postbussen zwischen Heiligenblut und Bruck, den PKWs, Bergwanderer und natürlich den Motorradfahrern, in der Mehrzahl Harleys, die 48 km mit den 36 Kehren, entspannt zu fahren. Dies gelang aber spätestens in den Kehren nicht mehr und machte das erhoffte Fahrvergnügen, wie sonst in der Vergangenheit vorhanden, eher zu einer „Qual“ für Menschen und Maschine.

Auch der Bereich Kaiser Franz-Josef Höhe war völlig überlaufen und mit Bussen total überfüllt. Ob man im kommenden Jahr hier noch mal hinfährt, ist aus momentaner Sicht eher unwahrscheinlich!

Nachdem der Aufzug im Pyramidenkogel im Seental Keutschach, weltweit höchster Holzaussichtsturm (man kann diesen auch über 441 Treppenstufen erklimmen, sich abseilen bzw. auf einer Rutsche abwärtsfahren), wieder funktionierte, wurde dieser Bereich am Mittwoch auf Umwegen an- bzw. abgefahren. Hier konnte man aus luftiger Höhe (vgl. Bilder) erkennen, dass auch in Kärnten wenig Regen gefallen sein muss, da der Wörthersee Sandbänke hatte, die wir in den Jahrzehnten noch nie gesehen hatten; ebenso hatte der See unterhalb des Kölnbreinstausee Wasserkraftwerks, wie auf der Anfahrt nach Heiligenblut gesehen, einen absoluten Tiefstand.

Wettertechnisch war der Donnerstag etwas durchwachsen, so dass lediglich eine kurze Ausfahrt in das Rosental, entlang der Karawanken über Gallizien nach Sittersdorf und der Fabrikeinkauf bei Woody´s durchgeführt werden konnte. Anschließend noch kurz in das M1 Areal, neben dem Cafe Schinacker im Harley Village und bei unseren Freunden von HD Würzburg die bestellten Artikel in Empfang genommen.  

Danach war gegen Abend bzw. dem Freitag durch ständigen Regen und damit teilweise verbundenen Gewittern an Ausfahrten nicht zu denken. Freitags Abend ist in der Arneitz Eventhalle Rusty auf der Bühne (ein Elvis Imitator) und untermalt mit seinen Interpretationen die Benzingespräche.

Samstag, 01. September, offizielle Eröffnung des Arneitz Eventgeländes, wieder einmal im Regen, aber alles wurde erneut in Augenschein genommen, alte Bekannte wieder getroffen, sowohl bei den Händlern, als auch bei den HD-Fahrern und neue Bekanntschaften geschlossen. Abends spielte in der Arneitz Halle Strongbow, die waren an diesem Abend wirklich klasse und rockten die übervolle Halle bzw. das angebaute Zelt.

Sonntag und Montag leider wieder teilweise Regen und Gewitterschauer, so dass die Ausfahrten, wenn überhaupt, nur kurz wahrgenommen werden konnten.

Aber alles wird gut, ab Dienstag tolles Wetter, offizielle Eröffnung vom Harley Village.

Morgens führt der Weg direkt zum HD Merchandise Zelt um das Event- sowie das 115th HD Shirt von Willie G. zu erwerben, bevor die zwanzig Harley Davidson Händler Zelte näher in Augenschein genommen wurden, Klar, das Man(n) und Frau anschließend mit Tüten und Taschen behangen waren und die „Beute“ mittels Shuttlebus in die jeweilige Unterkunft verbracht werden musste. Der Abend wurde fast ausschließlich, bis auf die Besuche an der Hauptbühne, im Zelt TEAM 412 Bar, im Kreise anderer HD Fahrer (Zelt und Außenbereich, sogar bei Regen -vgl. Bilder), bei bester Musik (Prof. Washboard, Martin Friedenstab, Keith Sterling Brewer Band und Pashflow) immer rappelvoll, verbracht. Martin als auch der Prof. Washboard nahmen sich in der Pause die Freiheit und setzen sich mehrmals zu einem Gespräch mit an unseren Tisch.

Das Programm auf der Hauptbühne wurde sukzessiv, je nach Musikrichtung aufgesucht und hatte für jeden Geschmack etwas im Angebot. Besondere Erwähnung verdient jedoch Ski King (vgl. Bilder), dieser spielt ZZ-Top Songs, lediglich auf einer Art Gitarre, welche im Mikrofonständer mit eingebaut war. Starke Vorstellung!

An der Parade am Samstag, bei bestem Wetter, sollen laut örtlicher Presse ca. 20.000 Harley Fahrer beteiligt gewesen sein.

Die 22. European Bike Week findet vom 04. - 09. September 2019 statt.

Fazit:

Es war auch im 21-sten Jahr eine hervorragende Veranstaltung, alles bestens organisiert, auch bzgl. des Regen und der Probleme im Bereich „freie Händler bzw. Parkplatz“ hatte man sich durch die Vorhaltung von Bergen von Rindenmulch, als auch bereits verlegten Fußwegen, vorbereitet.

Die Vertragsverhandlungen zwischen dem Land Kärnten, der Gemeinde Faak, Harley Davidson und der HOG bzgl. der weiteren EBWs wurden positiv abgeschlossen und die Verträge bis 2023 verlängert.

Aus der örtlichen Presse war dem Polizeibericht zu entnehmen, dass es bei fast 100.000 Harley Davidson Fahrer und ca. 200.000 Teilnehmern lediglich zu fünf Verkehrsunfällen mit fünf leicht Verletzten, Hundert Geschwindigkeitsüberschreitungen, fünf Führerscheinabnahmen, sehr wenigen -kleinen- Diebstählen (keine Harley Davidson), während der EBW gekommen sei. Ein Grund für den Rückgang der Diebstähle wird unter anderem sein, dass die Polizei stark vor Ort zzgl. der gesamten Ordnungskräfte in den jeweiligen Eventbereichen vertreten war und es in diesem Jahr erstmalig eine permanente Videoüberwachung an verschiedenen Punkten der Eventgelände gegeben hat.

Die „Wertschöpfung“ der Veranstaltung wurde mit 20 Millionen Euro, in der Zeit vom 04. - 09. September 2018 angegeben. Wie und wo, wir Frühstarter statistisch erfasst werden, kann nicht beurteilt werden, ich denke aber, dass durch die vielen Frühstarter fast der gleiche Betrag in der gesamten Vorwoche erwirtschaftet wird. 

Was auch auffällt ist, dass wenn die Musikprogramme im Harley Village enden, sehr viele Teilnehmer diesen Bereich verlassen und sich in das Arneitz Gelände begeben, wo oftmals noch Live Musik nach 00.00 Uhr geboten wird und die Preise für Getränke aller Art, sowohl in den Zelten, der Eventhalle, als auch dem angeschlossenen bis spät in die Nacht bzw. Morgen geöffneten Supermarkt, erheblich günstiger sind, was für manchen Teilnehmer sicherlich ein Argument sein wird. Da sollte sich HD bzw. die HOG mal in paar Gedanken machen.

Letztlich sei anzumerken, dass verschiedene, auch langjährig vor Ort tätige HD Händler, sich dahingehend äußerten, dass in diesem Jahr ein doch geringerer Umsatz, trotz Rabatten von bis zu 60 %, erwirtschaftet wurden. Also an uns beiden kann, dass nicht gelegen haben, die „Beutetaschen“ war randvoll. 

Im Bereich des ehemaligen Areals A1, Indian und Victoria Aussteller, welche sich jetzt in einem vorderen Abschnitt in Arneitz befinden, hatte die Brauerei Hirter ein riesiges, offenes Bierzelt aufgebaut (?) und ein paar weitere Verkaufsstände befanden sich ebenfalls vor Ort, wo aber zu keinem Zeitpunkt des Tages, nach unserer Beobachtung, sich eine größere Teilnehmerzahl aufgehalten hat.

Durch die hohe, stetig wachsende Teilnehmerzahl ist es unabdingbar, Geduld in den einzelnen Speiserestaurants, trotz Tischreservierungen zu haben, da diese in der Hauptwoche auch an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit arbeiten. 

Die weitest angereisten Teilnehmer dürften in diesem Jahr von einem HOG Chapter von den Philippinen gewesen sein.   

Vom RULAMAN Chapter waren nachweislich vor Ort, wie immer, aber nicht auf einem Bild:

Helga, Gaby, Edith, Horstmar, Walle, Burghard, Nobbe, Axel, Martin, Marko, Michael und der Verfasser

Bericht: Jürgen Mies




Bilder: Kamerafrau und Beifahrerin Edith Mies und Jürgen Mies

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